Tempo 30 macht in Quartieren Sinn und NICHT auf Hauptstrassen

Kantonale Volks­­­initiative vom 27. September 2026.
Für funk­tio­nie­ren­de Haupt­verkehrs­­achsen und geschützte Quartiere

Tempo 30 macht Sinn in Quartierstrassen. Auf Hauptverkehrsachsen bremst Tempo 30 den Verkehr unnötig aus. Die Verkehrsflussinitiative verhindert das Ausbremsen, rettet Leben und schützt die Wohnquartiere vor dem Ausweichverkehr.

Flyer JA zur Verkehrsflussinitiative 27.09.26

Worum geht es überhaupt?

In immer mehr Gemeinden und der Stadt besteht die Absicht, flächendeckend Tempo 30 einzuführen. Das ist übertrieben. Tempo 30 macht Sinn in Quartierstrassen. Auf Hauptverkehrsachsen bremst Tempo 30 den Verkehr unnötig aus.

Der Verkehr muss fliessen

Wenn Hauptachsen künstlich verlangsamt werden, entstehen längere Fahrzeiten, Staus und Ausweichverkehr durch Wohnquartiere. Das belastet Anwohner, verlangsamt Busse, erschwert Rettungseinsätze und verursacht zusätzliche Kosten für Bevölkerung und Gewerbe.

Die Verkehrsflussinitiative sorgt dafür, dass niemand unnötig ausgebremst wird und der Verkehr dort bleibt, wo er hingehört: auf den Hauptachsen. Gleichzeitig bleiben Tempo-30-Zonen dort möglich, wo sie sinnvoll sind – etwa in Wohnquartieren mit Schulen und Kindergärten.

Wir benötigen funktionierende Hauptstrassen

Wer zur Arbeit fährt, mit dem Bus unterwegs ist, auf einen Rettungswagen wartet oder als Handwerker zum Kunden muss, ist auf funktionierende Hauptverkehrsachsen angewiesen.

Werden Strassen durch Temporeduktionen oder bauliche Hindernisse verlangsamt, hat das Folgen für alle: längere Fahrzeiten, mehr Stau, höhere Kosten, schlechtere Anschlüsse im öffentlichen Verkehr, längere Einsatzzeiten von Rettungsdiensten und mehr Ausweichverkehr durch Wohnquartiere.

Tempo 30 macht in Quartieren Sinn

Gleichzeitig ist wichtig: Die Initiative richtet sich nicht generell gegen Tempo 30. Tempo 30 hat dort seinen Platz, wo Menschen wohnen, Kinder unterwegs sind oder besondere Schutzbedürfnisse bestehen – also auf Quartierstrassen. Und auch auf Hauptverkehrsachsen lässt die Initiative gezielte Ausnahmen weiterhin zu.

Die Ver­kehrs­fluss­ini­tia­ti­ve…

Gewerbe - JA zur Verkehrsflussinitiative 27.09.26

… verhindert das Ausbremsen

Gewerbe: funktionierende Wege für Arbeit und Versorgung

Das lokale Gewerbe ist auf verlässliche Verkehrswege angewiesen. Handwerker, Lieferdienste, Servicetechniker, Transporteure und Spediteure müssen ihre Kunden und Einsatzorte effizient erreichen.

Jede unnötige Verzögerung kostet Zeit, Geld und Produktivität. Das betrifft nicht nur die Betriebe, sondern am Ende auch Kundinnen und Kunden.

Gleichzeitig will niemand, dass Lieferwagen und schwere Lastwagen durch enge Quartierstrassen ausweichen müssen. Der richtige Ort für Gütertransport und Arbeitsfahrten sind die Hauptverkehrsachsen.

Funktionierende Hauptachsen helfen deshalb dem Gewerbe und entlasten gleichzeitig die Wohnquartiere.

Blaulichtorganisationen - JA zur Verkehrsflussinitiative 27.09.26

… rettet Leben

Blaulichtorganisationen: Temporeduktion bedeutet Verzögerung im Notfall

Rettungsdienste, Feuerwehr und Polizei sind auf leistungsfähige Hauptverkehrsachsen angewiesen. Im Notfall zählt jede Minute. Wer Einsatzkräfte verlangsamt, verzögert Hilfeleistungen.

Oft wird vergessen: Auch Einsatzfahrzeuge mit Sondersignal dürfen nicht einfach beliebig schnell fahren. Die Fahrer tragen Verantwortung und müssen sich im Ereignisfall rechtlich verantworten. Deshalb fahren sie nur in einem vertretbaren Rahmen schneller als die signalisierte Höchstgeschwindigkeit.

Wird diese Höchstgeschwindigkeit stark herabgesetzt, verlängern sich auch Einsatzfahrten mit Sondersignal. Einsätze ohne Sondersignal werden ohnehin vollständig nach den geltenden Tempovorschriften gefahren.

Besonders betroffen sind Milizfeuerwehren. Feuerwehrangehörige müssen auf der Fahrt ins Depot alle Verkehrsregeln einhalten. Auf dem Land fahren Einsatzkräfte teilweise mit dem Privatfahrzeug direkt an den Einsatzort und sind dabei vollständig an die geltenden Vorschriften gebunden.

Hinzu kommen bauliche Hindernisse wie Schwellen, Mittelinseln oder Verengungen. Sie sind für grosse und schwere Einsatzfahrzeuge problematisch – wegen Breite, Gewicht und hohem Schwerpunkt. Auch das kostet Zeit.

Längere Einsatzzeiten können direkte Folgen haben: für Menschen, Tiere und Sachwerte. Im Extremfall können Einsatzfristen nicht mehr eingehalten werden. Dann müssten zusätzliche Depots oder Strukturen geschaffen werden – mit entsprechenden Kosten.

Öffentlicher Verkehr - JA zur Verkehrsflussinitiative 27.09.26

… gewährleistet pünktlichen ÖV

Öffentlicher Verkehr: pünktlich, attraktiv und bezahlbar

Busse nutzen die gleichen Hauptverkehrsachsen wie der übrige Verkehr. Wenn diese Achsen langsamer werden, werden auch die Busse langsamer.

Das wirkt sich direkt auf die Fahrpläne aus. Anschlüsse werden schwieriger, Verspätungen nehmen zu und die Fahrplanstabilität leidet.

Um die gleiche Leistung trotzdem anbieten zu können, braucht es unter Umständen mehr Fahrzeuge und mehr Personal. Das verursacht höhere Kosten. Die Alternative wären schlechtere Anschlüsse oder ein weniger attraktiver öffentlicher Verkehr.

Wer einen starken öffentlichen Verkehr will, muss dafür sorgen, dass Busse auf den Hauptachsen zuverlässig vorwärtskommen.

Quartiere - JA zur Verkehrsflussinitiative 27.09.26

… schützt Quartiere

Quartiere: schützen, nicht belasten

Wir sind nicht pauschal gegen Tempo 30. Im Gegenteil: Tempo 30 ist in Wohnquartieren, bei Schulen und an sensiblen Orten richtig und wichtig.

Gerade deshalb müssen Hauptverkehrsachsen ihre Funktion behalten. Sie sind dafür da, den Durchgangsverkehr aufzunehmen und aus den Quartieren herauszuhalten.

Wenn Hauptachsen und Quartierstrassen gleich langsam werden, verliert die Hauptachse ihren Vorteil. Der Ausweichverkehr durch Wohngebiete wird attraktiver.

Die Folge wäre mehr Verkehr in den Quartieren. Darunter leiden Anwohner, Kinder, Fussgänger, Velofahrer und die Lebensqualität insgesamt.

Die Verkehrsflussinitiative schützt deshalb nicht nur den Verkehrsfluss, sondern auch die Wohnquartiere: Sie hält den Verkehr dort, wo er hingehört – auf den Hauptachsen.

Stichfrage Initiative ankreuzen - JA zur Verkehrsflussinitiative 27.09.26

Warum ist die Initiative besser als der Gegenentwurf?

Der Gegenentwurf geht zwar in die richtige Richtung, ist aber viel zu schwammig formuliert und lässt gefährliche Schlupflöcher zu.  Die Initiative ist die bessere Lösung. Sie trifft den Punkt klarer, verbindlicher und wirksamer:

Klare Regeln statt Schlupflöcher

Nur die Initiative legt fest, dass auf innerörtlichen Kantonsstrassen mit öffentlichem Verkehr generell Tempo 50 gilt. Der Gegenvorschlag sieht Tempo 50 nur als allgemeiner Grundsatz vor und lässt damit allerlei Schlupflöcher für ungewollte Abweichungen zu.

Verkehrsfluss wirklich schützen

Es genügt nicht, offiziell Tempo 50 zu signalisieren und den Verkehr gleichzeitig durch Schwellen, Verengungen, Inseln oder andere bauliche Massnahmen künstlich zu bremsen. Die Initiative schützt deshalb nicht nur die Tempolimite, sondern den Verkehrsfluss insgesamt. Tempo 50 auf Hauptachsen darf nicht durch bauliche Hindernisse faktisch ausgehöhlt werden.

Gezielte Ausnahmen statt Willkür

Die Angst, dass mit der Initiative nirgends mehr Tempo 30 möglich wäre, ist unbegründet. Bei Schulen, Kindergärten oder anderen sensiblen Stellen können weiterhin Temporeduktionen angeordnet werden. Die Initiative verlangt lediglich, dass solche Ausnahmen gezielt und auf kurze Abschnitte beschränkt bleiben und demokratisch vom Parlament legitimiert werden müssen.

Demokratisch abgestützte Entscheide statt Hinterzimmerpolitik

Nur die Initiative legt klar fest, dass für Ausnahmen von Tempo 50 ein demokratischer Prozess durchlaufen werden muss: Gemäss Initiative müssen Ausnahmen im kantonalen Strassenrichtplan festgeschrieben und damit vom Kantonsrat genehmigt werden. Im Gegensatz dazu sieht der Gegenentwurf vor, dass die Verwaltung völlig ohne demokratischen Prozess Ausnahmen im Hinterzimmer beschliessen kann. Über wichtige Ausnahmen soll nicht eine kleine Zahl von Verwaltungsmitarbeitenden entscheiden, sondern die demokratisch gewählten Vertreterinnen und Vertreter des Kantons.

Viele Persönlichkeiten sagen am 27. September
Ja zur Ver­kehrs­fluss­ini­tia­ti­ve.

Christian Müller

Christian Müller

Präsident Schaffhauser Bauernverband

«Auch die Landwirtschaft ist an fliessendem Verkehr interessiert.»

Sabrina Colluto

Sabrina Colluto

Vorstand ACS Schaffhausen,
Grossstadträtin

«Flächendeckendes Tempo 30 ist nicht zielführend und muss gestoppt werden. Tempo 30 macht Sinn in Wohnquartieren, nicht auf Hauptverkehrsachsen.»

Luca Jaquet

Luca Jaquet

Präsident AGVS,
kant. Gewerbeverband,
Feuerwehrverband,
Geschäftsführer

«Jede Minute zählt: Tempo 30 auf Hauptachsen verzögert Einsätze von Blaulichtorganisationen, insbesondere auch von Milizfeuerwehren.»

Michael Mundt

Michael Mundt

Kantonsrat

«Auch der ÖV wird von Tempo 30 ausgebremst: Der ÖV wird unattraktiv und teurer, wenn mehr Busse und Personal eingesetzt werden müssen.»

Patrick Wäckerlin

Patrick Wäckerlin

Geschäftsführer Wäckerlin Transporte AG

«Die Transportbranche ist auf einen flüssigen Verkehr angewiesen. Weniger Stau und mehr Zuverlässigkeit – deshalb unterstütze ich die Verkehrsflussinitiative.»

Andreas Schnetzler

Andreas Schnetzler

Landwirt, Kantonsrat

«Nur die Initiative verhindert in der Praxis den Ausbau von Tempo 30 auf den Hauptverkehrsachsen.»

Thomas Bollinger

Thomas Bollinger

Unternehmer Bollinger AG

«Handwerker und Servicetechniker sind auf funktionierende Hauptverkehrsachsen angewiesen. Jede Verzögerung kostet Zeit und Geld.»

Initiativkomitee

Parteien

Parteien Initiativkomitee- JA zur Verkehrsflussinitiative 27.09.26

Verbände

Verbände Initiativkomitee - JA zur Verkehrsflussinitiative 27.09.26

Unser Fazit

Die Verkehrsflussinitiative verbindet Sicherheit, Verlässlichkeit und Lebensqualität. Sie schützt Quartiere, lässt gezielte Tempo-30-Ausnahmen zu, stärkt den öffentlichen Verkehr, hilft Blaulichtorganisationen und schafft gute Rahmenbedingungen für das Gewerbe. Der Gegenvorschlag ist viel zu schwammig und enthält gefährliche Schlupflöcher. Die Initiative ist klarer, griffiger und wirksamer.

Darum: JA zur Verkehrsflussinitiative. Stichfrage: Initiative.

Spenden

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Spendenkonto Verkehrsflussinitiative
IBAN-Nr. CH13 0685 8565 3732 8511 7
EDU Kanton Schaffhausen, 8200 Schaffhausen
Vermerk: Verkehrsflussinitiative